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Fischer siegt bei Sprint-Rennen
Mit einer grandiosen Laufleistung empfahl sich Sven Fischer erneut für den Sieg des Gesamt-Weltcup. Fischer siegte ohne Fehlschuss in 26:53,3 Minuten beim Sprint-Rennen im russischen Khanty Mansiysk. Zweiter wurde mit 21,9 Sekunden Rückstand der ebenfalls fehlerfrei schießende Weißrusse Oleg Ryschenkow. Platz drei ging an den Norweger Halvard Hanevold (+ 28,3 s). Fischers bis dato ärgster Verfolger, der Franzose Raphael Poiree (21.), leistete sich einmal mehr zwei Schießfehler und vergab die Möglichkeit die fehlenden Punkte auf den deutschen Ausnahmeathleten einzufahren. Nach seinem Sieg wird Fischer beim Verfolgungsrennen am Donnerstag als Erster in die Loipe gehen. Björndalen ist Fischer auf den Fersen
Der nun Gesamtzweite Ole Einar Björndalen aus Norwegen (36,1 Sekunden zurück) wurde im drittletzten Saisonrennen hinter seinem Landsmann Halvard Hanevold (28,3) Vierter und holte sich die kleine Kristallkugel für den besten Sprinter des Winters. Für Fischer war es der fünfte Saisonerfolg. Er setzte sich erstmals seit Platz eins im Sprint beim Heimspiel in Oberhof Anfang Januar durch. Weltcup-Entscheidung fällt am Samstag In der Gesamtwertung mit am Ende drei Streichwerten führt der Thüringer nun mit 880 Punkten vor Björndalen mit 827 Zählern. "Ich kann nicht rechnen", sagte Fischer schmunzelnd bezüglich seiner Chancen auf den Gesamtweltcup: "Ich schaue mir die Liste gar nicht an. Ich konzentriere mich auf meine Leistung. Wer am Ende vorn ist, der hat es verdient." Der letzte Wettbewerb ist am Samstag das Massenstartrennen über 15 km. Bereits 1997 und 1999 lag Fischer in der Endabrechnung vorn und konnte die begehrte große Kristallkugel in Empfang nehmen. Überraschungssieg von Katrin Apel
Katrin Apel hat beim Saisonfinale der Biathleten in Khanty-Mansijsk in Sibirien erstmals nach drei Jahren ein Weltcup-Rennen gewonnen. Die 31-Jährige vom SV Frankenhain setzte sich im 7,5-km-Sprint mit 25,1 Sekunden Vorsprung auf die Russin Swetlana Ischmuratowa durch. Dritte wurde Simone Denkinger (Gosheim). Apel schaffte mit dem ersten Podestplatz des Winters ihren insgesamt vierten Weltcup-Erfolg und schaffte sich eine glänzende Ausgangposition für das 10-km-Jagdrennen am Donnerstag. Auf Platz drei komplettierte Simone Denkinger den deutschen Erfolg. Kati Wilhelm wurde Achte und gewann die kleine Weltcupkugel als beste Sprinterin der Saison. Fünf deutsche Frauen unter den ersten Zwölf Mit Uschi Disl (Moosham) auf Platz sieben, Kati Wilhelm als Achte und Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Elfte stürmten insgesamt fünf deutsche Damen unter die ersten Zwölf. "Bei der WM hatte ich mich unter Wert verkauft. Heute hat alles gepasst, auch der Wind. Es wurde ja auch Mal wieder Zeit", jubelte Katrin Apel nach ihrem Sieg am Mittwoch. Wilhelm als beste Sprinterin geehrt Kati Wilhelm muss nach dem verpassten Platz auf dem Treppchen den Gesamtweltcup abhaken. Bei den heutigen Schießeinlagen war der jeweisl letzte Schuss eine "Fahrkarte" und damit auch eine Strafrunde. Dennoch konnte Wilhelm nach dem Flutlicht-Rennen strahlen: "Die WM lief nicht so gut für mich, da ist die kleine Kristallkugel ein Trost." In der Saisonwertung führt Olga Pylewa (Russland) mit 811 Punkten vor Sandrine Bailly (Frankreich/792) und Wilhelm (751). Björndalen kontert: Sieg im Jagdrennen
Der 31-jährige Björndalen hielt mit seinem 12. Saisonsieg und nunmehr 877 Punkten den Kampf um den Gesamtweltcup weiter offen. Da führt bei noch einem ausstehenden Rennen am Samstag (Massenstart) weiter Sven Fischer mit 912 Punkten. Fischer beendete die Verfolgung am Donnerstag bei Temperaturen von minus 18 Grad als Vierter. Zweiter wurde der Ukrainer Andrej Deryzemlja, auf Rang drei kam der Pole Tomasz Sikora. Fischer leistete sich zwar nur zwei Fehler, ließ sich aber viel Zeit beim Schießen. Björndalen kam auf insgesamt vier "Fahrkarten". Die anderen Deutschen hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Björndalen gönnt Fischer den Erfolg "Ich hatte heute wahnsinnig gute Ski. Nur beim ersten Schießen habe ich den Wind falsch eingeschätzt, daher die drei Fehler. Trotz meines Sieges heute hoffe ich, dass Sven Fischer den Gesamtweltcup gewinnt - er ist ein toller Biathlet und sehr guter Freund", meinte Ole Einar Björndalen nach dem Rennen. Für den Dreifach-Weltmeister von Hochfilzen war es der insgesamt 55. Weltcup-Sieg seiner Laufbahn. Kleine Kristallkugel geht nach Oberhof
Der Rückstand des Norwegers in der Weltcup-Gesamtwertung mit am Ende drei Streichwerten beträgt derzeit 35 Zähler. Falls Björndalen am Samstag gewinnt, muss Fischer mindestens Achter werden, um zum dritten Mal nach 1997 und 1999 den Gesamt-Weltcup zu holen. Im Hinblick auf das Finale hat Bundestrainer Frank Ullrich jedoch einige Sorgen: "Sven hatte am Morgen ein Kratzen im Hals. Wir werden versuchen, ihn fit zu bekommen." Die kleine Kristallkugel für die Verfolgungs-Wertung geht bereits nach Oberhof: Fischer erhielt nach dem Rennen am Donnerstag die Auszeichnung für den Jagd-Besten des Winters. Kati Wilhelm sichert sich dritten Saisionsieg
Bei minus 17 Grad leistete sich Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) über die 10 Kilometer nur einen Schießfehler und verwies die Französin Sandrine Bailly auf den zweiten Platz. Im Gesamtweltcup übernahm vor dem letzten Rennen am Samstag Bailly mit 831 Punkten die Führung vor der Russin Olga Pylewa (825) und Wilhelm (794). Zweitbeste Deutsche war am Donnerstag Simone Denkinger (Gosheim) als Vierte. Uschi Disl auf Rang neun und Sprintsiegerin Katrin Apel auf Platz elf komplettierten das erneut gute Mannschaftsergebnis der deutschen Damen. Jubel bei Wilhelm - Ärger bei Apel "Das war heute mein bestes Schießergebnis der Saison in einem Rennen mit vier Mal Schießen, richtig toll. Noch mehr freut mich, dass ich heute im Gegensatz zum gestrigen Sprint keine letzte Scheibe habe stehen lassen", jubelte Kati Wilhelm nach dem Rennen. Die Bundeswehr-Sportsoldatin aus Steinbach-Hallenberg ließ sich auch von den gerade noch zulässigen Temperaturen nicht beeindrucken. "Ich habe zwar die dicken Handschuhe genommen, mich aber ansonsten nicht damit beschäftigt".
Pech hatte dagegen die im Sprint erfolgreiche Katrin Apel (Frankenhain): Sie vergaß vor dem Start ihren Oberarmriemen für das Gewehr und verlor vor dem ersten Schießen beim Einstellen des Ersatzes fast eine halbe Minute. Außerdem leistete sie sich insgesamt sechs Schießfehler und fiel auf Rang elf zurück. Ich mache ihr keinen Vorwurf, es war hier unheimlich hektisch vor dem Start", meinte Damen-Bundestrainer Uwe Müssiggang trotz der Unachtsamkeit gelassen. Nach den Samstag-Massenstartrennen findet am Sonntag noch die Premiere einer Mixed-Staffel-WM statt. Wilhelm Zweite beim Saisonfinale
Kati Wilhelm hat am Samstag die Biathlon-Weltcupsaison mit dem zweiten Platz im Massenstartrennen über 12,5 Kilometer im sibirischen Chanty Mansijsk beendet. Im Ziel lag sie 16,6 Sekunden hinter der russischen Tagessiegerin Olga Saizewa und 14,3 Sekunden vor der drittplatzierten Anna Bogali (Russland). Andrea Henkel (Großbreitenbach) wurde Fünfte. Im Gesamtweltcup belegte Wilhelm mit 833 Punkten den zweite Platz hinter Sandrine Bailly (Frankreich/847). Massenstart der Herren
Es war ein einsames Rennen für den Ausnahme-Biathleten Ole Einar Björndalen. Der Norweger hat in Chanty-Mansijsk als Zweiter im abschließenden Massenstartrennen zum dritten Mal nach 1998 und 2003 den Biathlon-Gesamtweltcup gewonnen. Attakiert wurde der Norweger nur vom FranzosenRaphael Poiree, der sich mit einem fehlerfreien letzten Schießen gegen Björndalen durchsetzen konnte und den Sieg nach Hause fuhr. Sven Fischer, der bis zum letzten Wertungstag den Gesamt-Weltcup anführte konnte am Samstag nicht in das Rennen eingreifen. Der 33-jährige Fischer hat Probleme mit den Nasennebenhöhlen sowie Hals- und Gliederschmerzen und musste der Genesung den Vorrang geben. Den dritten Rang beim letzten Wertungsrennen der Herren ging an den Russen Sergej Roschkow. Björndalen verdienter Sieger
"Es tut mir sehr leid, dass Sven heute nicht starten konnte. So wollte ich den Weltcup nicht gewinnen", sagte Björndalen nach dem Rennen. Dass der Norweger mit 12 Siegen bei 20 Starts kein unverdienter Gewinner der großen Kristallkugel ist, bestätigte Bundestrainer Frank Ullrich. "Ole war in dem Winter der weltbeste Biathlet. Doch auch Sven hat sich fantastisch verkauft, mit fünf Siegen und drei WM- Medaillen eine Riesensaison abgeliefert und den Lohn für sein konsequentes Training kassiert", erklärte Ullrich. Fischer für konstante Leistung bestraft In der Saisonwertung wurde Sven Fischer, der für den zweiten Platz 15 000 Euro Preisgeld erhielt, aber für seine konstanten Leistungen bestraft. Er sammelte in allen Rennen bis auf den krankheitsbedingten Ausfall am Samstag Punkte, hatte am Ende mit 928 Zählern sogar fünf mehr als Björndalen auf seinem Konto. Da aber die drei schlechtesten Resultate für die Gesamtwertung gestrichen werden, musste Fischer 16 Punkte für zwei 23. Plätze abgeben, während Björndalen, der sieben Rennen ausgelassen hat, alle Punkte in die Wertung brachte. Deutsche Männer beim Massenstart abgeschlagen
Die drei deutschen Starter hatten mit den Podestplätzen im letzten Weltcuprennen nichts mehr zu tun. Bester war Ricco Groß (Ruhpolding) als 12. vor Alexander Wolf (Oberhof/13), die sich damit neben Michael Greis (Nesselwang/26.) und Michael Rösch (Altenberg) die Startplätze für die beiden deutschen Staffeln bei der ersten Mix-WM mit je zwei Damen und Herren über 4 x 6 km am Sonntag sicherten. Mixed-Staffel |
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