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10 km-Sprint der Herren
Fischer siegt bei Sprint-Rennen
Sven Fischer gewinnt am Freitag das Sprint-Rennen in Oberhof vor den
Norwegern Frode Andresen und Egil Gjelland.
Sven Fischer rennt der Konkurrenz davon
Gewünscht hatten es sich alle, gerechnet hatte damit keiner.
Nach dem verpatzen Schießen beim gestrigen Staffel-Rennen düpierte
Sven Fischer beim Sprint-Rennen am Gernzadler in Oberhof vor 15.000
Zuschauern die Konkurrenz und siegte mit einer phantastischen
Laufleistung und einem fehlerfreien Schießen vor den Norwegern Frode
Andresen und Egil Gjelland. Mit dem bereits vierten Saisonsieg im
neunten Rennen festigt Fischer mit 334 Punkten auch seinen zweiten
Rang im Gesamtweltcup hinter dem diesmal sechst Platzierten Franzosen
Raphael Poiree (376).
Graf auch heute mit klasse Leistung
Daniel Graf unter den Top 15
Auch der 23-Jährige Daniel Graf präsentierte sich erneut in Bestform.
"Es war heute nicht leicht mit dem Schießen, aber nachdem das erste
fehlerfrei war ging das Rennen so richtig los", bemerkte Graf nach
dem Lauf. Nach zwei fehlerfreien Schießen zeigte der Thüringer eine
bessere Leistung als Teamkollege Michael Greis (22.), der insgesamt
drei Strafrunden drehen musste und Ricco Groß (18.) der die Scheiben
zweimal verfehlte und belegt als zweitbester Deutscher Rang zehn.
Allexander Wolf aus Oberhof wurde 14.
Norweger haben bestes Potential
Lars Berger war einer der besten Norweger
Auch wenn Ole Einar Björndalen heute nicht so glänzte, wie es
vielleicht erwartet wurde präsentieren die Norweger insgesamt die
geschlossenste Leistung. Frode Andresen und Egil Gjelland belegten die
 Ränge zwei und drei vor Björndalen (4). Auch der Pechvogel des
gestrigen Tages Lars Berger wurde seinem Ruf als einer der stärksten
Läufer gerecht und belegte Platz fünf.

7,5 km-Sprint-Rennen
Tjoerhom gewinnt in Oberhof
Die Norwegerin Linda Tjoerhom gewann das Sprint-Rennen in Oberhof.
Uschi Disl und Kati Wilhelm belegten die Plätze zwei und drei.
Linda Tjoerhom war am Samstag nicht zu schlagen.
Als 17. ging Uschi Disl, die Hoffnungsträgerin der deutschen
Biathletinnen, auf die Strecke und enttäuschte weder die mehr als
19.000 Zuschauer in Oberhof noch die Trainer. Sie war wie in fast
jedem Rennen die Schnellste in der Spur. Und auch am Samstag
(08.01.2005) bewies sie ihre Klasse als Läuferin und flog förmlich
über die Strecke. Für die allgemein nicht so sichere Schützin Disl
kamen erschwerend starke Böen hinzu. Beim Liegendschießen konnte sie
lediglich drei der fünf möglichen Treffer anbringen. Doch beim
zweiten Schießen ließ die Mooshamerin nichts anbrennen. Mit null
Fehlern startete sie auf die letzten Kilometer. Letztlich reichte die
Zeit aber nicht, um die Norwegerin Linda Tjoerhom vom Thron zu stoßen.
Sie blieb als einzige der 96 Starterinnen ohne Fehlschuss.
Deutsche mit bester Mannschaftsleistung
Uschi Disl und Kati Wilhelm freuen sich über die Podestplätze.
Als zweite Deutsche brillierte Kati Wilhelm mit einer beachtlichen
Laufleistung, die die Thüringerin trotz zweier Schießfehler als
Dritte ins Ziel brachte. Drittbeste Deutsche Ski-Jägerin wurde Martina
Glagow als siebente. "Mit zwei Schießfehlern, der Laufleistung und der
Platzieriung bin ich sehr zufrieden", resümierte Glagow nach dem
Rennen. Ein Achtungszeichen setzte die Thüringerin Sabrina Buchholz,
die bei ihrem ersten Saisoneinsatz Rang zehn hinter Katrin Apel
belegte.
Trainer Müssiggang zufrieden
Die schnellste Läuferin war Uschi Disl.
Bundestrainer Uwe Müssiggang hob ebenfalls die schwierigen
Windverhältnisse im WM-Stadion am Oberhofer Grenzadler hervor und
lobte sein Team ungewohnt euphorisch: "Das wir heute mannschaftlich
so geschlossen aufgetreten sind, freut mich enorm. Die Mädel haben
sich vom Wind nicht erschrecken lassen und ruhig und überlegt
gearbeitet. Großes Kompliment." Mit dem Rennen hat sich die deutsche
Mannschaft eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am
Sonntag geschaffen. Im Gesamtweltcup führt die diesmal auf Rang 14
gelandete Russin Olga Saizewa mit 301 Punkten, Disl (280) ist Vierte.

Frauen-Staffel in Oberhof
Start-Ziel-Sieg für deutsches Quartett
Uschi Disl (Moosham), Katrin Apel (Frankenhain), Andrea Henkel
(Großbreitenbach) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) ließen am
Donnerstag die Staffel aus Russland klar hinter sich. Die
slowenischen Biathletinnen kamen überraschend auf den dritten Platz.
Uschi Disl legte den Grundstein für den Sieg
Schon die deutsche Startläuferin Uschi Disl sorgte vor 18.000 Fans
in der Oberhofer Rennsteig-Arena für 40 Sekunden Vorsprung auf die
Konkurrenz. Sie schoss zwar vier Mal daneben, leistete sich aber beim
Nachladen keinen Fehler mehr. Zudem war sie läuferisch gewohnt stark,
obwohl sie - wie sie hinterher zugab - in der ersten Runde noch nicht
einmal alles gegeben hatte ... "aber plötzlich waren die hinter mir
alle weg."
Andrea Henkel patzte beim Schießen
Katrin Apel baute den Vorsprung anschließend auf über eine Minute aus.
Erst Andrea Henkel, die dritte deutsche Starterin, brachte den
deutschen Erfolg wieder in Gefahr, als sie nach dem Stehendschießen
trotz dreimaligen Nachladens eine Strafrunde laufen musste. Doch
Schlussläuferin Kati Wilhelm behielt beim letzten Stehendschießen die
Nerven, während ihre Hauptkonkurrentin Olga Saitsewa drei Mal
nachladen musste.
Schwach am Schießstand - stark in der Loipe
Damen siegen beim Biathlon-Staffel-Rennen in Oberhof, die Herren
werden Zweiter.
Die Deutschen waren vor allem in der Loipe deutlich stärker als die
Russinnen. 15 Nachlader und eine Strafrunde standen am Ende bei Disl,
Apel, Henkel und Wilhelm zu Buche. Olga Pylewa, Staffel-Debütantin
Julia Makarowa, Swetlana Ischmuratowa und Olga Saitsewa liefen keine
einzige Strafrunde und mussten nur sieben Mal nachladen - trotzdem
lagen sie nach 4x6 Kilometern 45 Sekunden hinter den Deutschen. Neben
den gut präparierten Skiern machte Kati Wilhelm dafür auch die
Zuschauer verantwortlich: "Die Leute haben so gebrüllt - da konnte
ich einfach nicht langsamer laufen."

4 x 7,5-km-Staffel der Männer
Deutsche Biathlon-Staffel Zweiter
Die Staffel der deutschen Biathlon-Weltmeister ist zum Auftakt des
Weltcups in Oberhof auf den zweiten Platz gelaufen. Sie musste sich
nur den Schweden beugen.
Die Staffel der deutschen Biathlon-Weltmeister ist zum Auftakt des
Weltcups in Oberhof auf den zweiten Platz gelaufen. Debütant Daniel
Graf aus Frankenhain, Ricco Groß aus Ruhpolding, Sven Fischer aus
Oberhof und Michael Greis vom SK Nesselwang mussten sich nach 4 x 7,5
km nur Schweden mit 35,4 Sekunden Rückstand beugen. Rang drei ging an
Russland.
Daniel Graf debütiert grandios
Das am Vortag wegen zu starken Nebels ausgefallene Rennen eröffnete
der 23-jährige Daniel Graf stark und konnte als Dritter auf der
Startrunde die in ihn gesetzten Erwartungen voll erfüllen. Knackpunkt
des Wettbewerbes war das dritte Teilstück.
Fischer vergibt Führung
Dort übernahm Fischer nach vorzüglichem Liegendschießen unter dem
Jubel von etwa 10.000 Fans die Führung, gab sie aber prompt nach dem
Stehendanschlag wieder ab, als er zweimal in die Strafrunde musste.
Am Ende verlor ausgerechnet der Oberhofer fast eine Minute zur Spitze.
Fischer bemerkte nach dem Rennen ratlos: "Ich habe mich hingestellt,
versucht Treffer anzubringen und weiß selbst nicht woran es gelegen
hat." Der Rückstand war von Michael Greis nicht mehr aufzuholen.
Deutschland führt im Staffel-Weltcup
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Ergebnisse Herren-Staffel Oberhof
Deutschland übernahm mit 92 Punkten die Führung im Staffel-Weltcup.
Für die sensationell siegenden Schweden holten David Eckholm, Björn
Ferry, Matthias Nilsson und Carl Johan Bergman unter Führung des
deutschen Trainers Wolfgang Pichler den ersten Staffel-Triumph seit
1993.
Norweger disqualifiziert Wegen eines Regelverstoßes ist
Staffel-Olympiasieger Norwegen beim Weltcup in Oberhof nachträglich
disqualifiziert worden. Lars Berger hatte beim Schießen eine Patrone
verloren und regelwidrig die Schießmatte verlassen, um die Patrone
wieder aufzuheben. Auf den von den Norwegern besetzten vierten Platz
rückte demnach Weißrussland auf.

Deutscher Doppelsieg in der Verfolgung
Uschi Disl fährt am Grenzadler in Oberhof ihren dritten Saisonsieg
ein und führt damit erneut in der gesamt Weltcup-Wertung. Den zweiten
Platz belegt Kati Wilhelm vor der Norwegerin Linda Tjoerhom.
Doppelsieg: Uschi Disl und Kati Wilhelm gewinnen Verfolgung
Uschi Disl und Kati Wilhelm gelang zum Abschluss des Biathlon-Weltcups
in Oberhof ein Doppelsieg für die deutsche Mannschaft. Am Ende des
Jagdrennens über 10 km lag Disl in 35:43,0 Minuten 18,9 Sekunden vor
Wilhelm und feierte damit ihren dritten Saisonsieg. Die beiden
Deutschen fingen noch die Norwegerin Linda Tjörhom ab, die den Sprint
für sich entschieden hatte und als erste in die Loipe gegangen war.
Erneut geschlossene Mannschaftsleistung.
Katrin Apel belegte Platz vier.
Aus der auch im letzten Oberhofer Rennen grandios auftrumpfenden
deutschen Mannschaft schafften außerdem die beiden Einheimischen
Katrin Apel und Sabrina Buchholz auf den Rängen vier bzw. sieben
Platzierungen in den Top Ten. Uschi Disl übernahm mit 330 Punkten
erneut das Gelbe Trikot der Weltcup-Führenden von der Russin Olga
Saizewa, die diesmal nur auf Rang 15 einkam und nun 317 Zähler hat.

Poiree gewinnt vor Fischer und Wolf
Beim vierten Verfolgungsrennen im Weltcup siegte der Franzose Raphael
Poiree vor Sven Fischer und Alexander Wolf.
Sven Fischer hatte einen Fehler mehr als Poiree
Sven Fischer und Alexander Wolf haben das beste deutsche Abschneiden
in der Geschichte des Oberhofer Biathlon-Weltcups mit den Plätzen zwei
 und drei im Verfolgungsrennen gekrönt. Nach 12,5 Kilometern und
viermaligem Schießen ließen die beiden Lokalmatadoren am Sonntag nur
Weltcup-Spitzenreiter Raphael Poiree den Vortritt. Der Franzose
verfehlte zwei der 20 Scheiben und benötigte 35:25,7 Minuten für die
schwere Loipe.
Spannung pur vor 23.000 Zuschauern
Raphael Poiree ist der Meister der Verfolgung
Nach seinem Sieg beim Sprint-Rennen der Herren ging der deutsche
Hoffnungsträger Sven Fischer als erster Starter auf die Piste.
Gefolgt von einer breiten Front von Norwegern unter ihnen auch Ole
Einar Björndalen und - dem jüngsten Vater im Feld - Frode Andresen.
Der schoss sich aber schon beim ersten Anschlag mit vier Fehlern aus
dem Rennen. Wie nicht anders zu erwarten übernahm Björndalen, als
Ausnahmeläufer, schnell die Führung. Doch nach dem ersten
Stehendschießen führte Sven Fischer erneut das Feld an, weil Ole
Einar Björndalen vier Fehlschüsse landete.
Entscheidung beim letzten Schießen
Alexander Wolf bot heute neben Fischer die beste Leistung der
Deutschen.
Die Entscheidung fiel beim vierten und letzten Schießen.
Poiree und Fischer kamen fast gleichauf zum Stand und spannten die
23.000 Zuschauer lange auf die Folter. "Da wehte gerade eine so
starke Böe, dass wir nicht schießen konnten. Das war heute mit dem
Wind sehr kompliziert", erklärte Fischer. Während der Franzose viel
Mal traf, verfehlte Fischer zwei Scheiben. "Das war angesichts des
Windes okay", sagte er. Alexander Wolf hatte sich da endgültig den
dritten Rang gesichert, griff auf der Schlussrunde sogar noch seinen
Teamkollegen Fischer an.

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