|
Frauen-Sprint in Ruhpolding Glagow wird Dritte - Disl verliert Gelb Mit einem dritten Platz hinter den zeitgleichen Russinnen Olga Pylewa und Swetlana Tschernoussowa hat Martina Glagow (Mittenwald) am Freitag beim Sprint-Rennen von Ruhpolding die deutsche Ehre gerettet. Uschi Disl (Moosham) kam nur auf Rang 34 und verlor das gelbe Trikot der Weltcup-Führenden an Tagessiegerin Pylewa. Uschi Disl setzte vier von zehn Schüssen daneben. Während Martina Glagow fehlerfrei schoss, musste Uschi Disl sowohl beim Stehend- als auch beim Liegendschießen zwei Mal in die Strafrunde und kam nach 7,5 Kilometern mit zwei Minuten Rückstand auf die beiden Siegerinnen ins Ziel. "Ruhpolding war noch nie mein Pflaster", resümierte die frustrierte Bayerin. Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) verschenkte ein besseres Ergebnis, als sie beim abschließenden Stehendschießen die letzten beiden Schüsse verzog. Zuvor hatte sie eine hundertprozentige Trefferquote, belegte nach den beiden Strafrunden aber lediglich den achten Platz. Mit 33,8 Sekunden Rückstand hat sie jedoch eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Sonntag. Das Ergebnis des Rennens im Überblick Andrea Henkel (13.) leistete sich zwei, Katrin Apel (17.) sogar drei Schießfehler. Ein ordentliches Weltcup-Debüt feierte die 21-jährige Oberhoferin Jenny Adler auf Platz 36 - aber auch sie schoss zwei Mal daneben. Die drittplatzierte Martina Glagow blieb als einzige Deutsche fehlerfrei und fühlte sich auch läuferisch gut. Deshalb bedachte sie ihren Vater Martin mit einem Sonderlob, der ihr "bei extrem schwierigem Wetter prima Ski gezaubert hat". Zwei Russinnen zeitgleich an der Spitze Pylewa (l.) und Tschernoussowa freuen sich gemeinsam. Den Sieg teilten sich zwei Russinnen, die zeitgleich ins Ziel kamen. Sowohl Olga Pylewa als auch Swetlana Tschernoussowa blieben ohne Schießfehler und lagen im Ziel 4,9 Sekunden vor Martina Glagow. Eine der Mitfavoritinnen war allerdings nicht am Start: Weil ihre Tochter krank im Bett lag, verzichtete die Norwegerin Liv Grete Poiree auf das Rennen. Männer-Sprint in Ruhpolding Björndalen vorn - Deutsche schießen vorbei Im fünften Biathlon-Sprint des Winters hat Ole Einar Björndalen seinen dritten Sieg gefeiert. Der Norweger gewann am Samstag in Ruhpolding vor dem Franzosen Raphael Poiree. Die deutschen Top-Läufer verpassten einen Platz auf dem Siegerpodest, weil keiner von ihnen ohne Schießfehler ins Ziel kam. Ricco Groß (Ruhpolding) belegte als bester Deutscher den sechsten Platz. Björndalen bleibt der beste Sprinter im Weltcup. Ole Einar Björndalen traf ebenso wie sein Hauptkonkurrent Raphael Poiree alle zehn Scheiben, zeigte sich auf der letzten Schleife aber läuferisch stärker als der Weltcup-Spitzenreiter. Nach dem abschließenden Stehendschießen lag Poiree noch 2,8 Sekunden vor Björndalen, im Ziel hatte dann aber der Norweger die Nase vorn: Nach 10 Kilometern zeigte die Uhr einen Vorsprung von 3,6 Sekunden. Nach dem Rennen verriet Björndalen, er sei diesmal etwas langsamer gestartet um die letzte Runde schneller laufen zu können. Zwei Deutsche unter den ersten Zehn Ricco Groß - diesmal ohne Edelmetall Ricco Groß leistete sich beim Stehendschießen einen Fehler. Mit 39,0 Sekunden Rückstand auf Björndalen hat er aber eine gute Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Sonntag. Mit Michael Greis (Nesselwang), der ebenfalls beim stehenden Anschlag eine Scheibe stehen ließ, kam ein weiterer Deutscher unter die ersten Zehn. Alexander Wolf (Oberhof) verpasste einen Top-10-Platz ebenso knapp wie sein Vereinskamerad Sven Fischer, der vor einer Woche noch das Sprintrennen in Oberhof gewonnen hatte. Fischer leistete sich aber diesmal einen Fehler beim Liegendschießen und war auch läuferisch schwächer als seine Teamkollegen. Überraschungsmann des Tages war der weitgehend unbekannte Italiener Rene Laurent Vuillermoz, der nicht nur fehlerfrei schoss, sondern auch stark lief, und am Ende hinter Björndalen und Poiree den dritten Platz belegte. Schnellster Läufer des Tages war aber der Norweger Lars Berger, der trotz drei Schießfehlern noch auf Rang fünf kam.
4x7,5-km-Männerstaffel in Ruhpolding Norweger siegen - Deutsche erneut Zweite Die deutschen Biathleten haben im dritten Staffel-Rennen des Winters zum dritten Mal Platz zwei belegt. Den Sieg beim Flutlicht-Wettbewerb von Ruhpolding sicherte sich am Donnerstagabend das Quartett aus Norwegen. Nicht zu schlagen: Ole Einar Björndalen Vor 13.000 Zuschauern fiel die Entscheidung beim vorletzten Schießen, als Michael Greis (Nesselwang) alle drei Reserve-Patronen benötigte, um eine Strafrunde zu vermeiden. Der norwegische Schlussläufer Ole-Einar Björndalen, der zeitgleich mit Fischer ins Rennen gegangen war, schoss hingegen fehlerfrei und hatte plötzlich eine Minute Vorsprung auf den Deutschen. Obwohl Björndalen beim abschließenden Stehendschießen einmal nachladen musste, lag Norwegen im Ziel fast zwei Minuten vor dem deutschen Team. 44 Sekunden hinter Deutschland kam Österreich überraschend auf den dritten Platz. Debüt für Alexander Wolf Video der 4x7,5-km-Männerstaffel in Ruhpolding Als Startläufer feierte der Oberhofer Alexander Wolf ein überzeugendes Weltcup-Debüt in der deutschen Staffel. Der 26-Jährige musste - ebenso wie seine Teamkollegen Ricco Groß (Ruhpolding) und Sven Fischer (Oberhof) - zwar zwei Mal nachladen, kam aber fast gleichauf mit den Österreichern an die Wechselmarke, die zu diesem Zeitpunkt noch in Führung lagen. Ricco Groß setzte sich anschließend an die Spitze, aber bis zum nächsten Wechsel hatte ihn schon der Norweger Stian Eckhoff eingeholt. Greis, Fischer, Groß und Wolf (v.l.) feiern auch Rang zwei. Sven Fischer und Halvard Hanevold gingen kurz darauf zeitgleich in die Loipe und schickten ebenfalls zeitgleich die beiden Schlussläufer auf die Strecke - wo dann die Entscheidung zu Gunsten der Norweger fiel. Mit Egil Gjelland, Stian Eckhoff, Halvard Hanevold und Ole Einar Björndalen feierte Norwegen bereits den zweiten Staffel-Sieg der Saison. "Man muss neidlos anerkennen, dass die Norweger - vor allem dank Ole Einar - heute eine Klasse besser waren", zeigte sich Bundestrainer Frank Ullrich als fairer Verlierer. Schweden deutlich geschlagen Die Schweden, die vor einer Woche in Oberhof noch überraschend gewonnen hatten, kamen diesmal mit vier Minuten Rückstand auf Platz sechs. Enttäuschend verlief das Rennen auch für die stark eingeschätzten Russen, die zwischenzeitlich nur auf Rang zehn lagen. Erst Schlussläufer Sergej Tschepikow brachte sein Team noch auf Platz vier. Die Franzosen kamen noch nicht einmal unter die ersten Zehn - hier fehlten allerdings Raphael Poiree und Vincent Defrasne, die mit Magenproblemen das Bett hüten mussten. 4x6-km-Frauenstaffel in Ruhpolding Deutsche beim Heimrennen auf Platz zwei Beim Flutlicht-Rennen in Ruhpolding ist den Russinnen am Mittwochabend im dritten Staffel-Wettbewerb des Winters der zweite Sieg gelungen. Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) überholte auf der Schlussrunde noch die Norwegerin Liv Grete Poiree und sicherte dem deutschen Quartett knapp eine Woche nach dem Sieg in Oberhof immerhin den zweiten Platz. Olga Saitsewa feiert den russischen Sieg Vor dem letzten Stehendschießen sah es noch nach einem norwegischen Sieg aus, aber ausgerechnet Top-Läuferin Liv Grete Poiree patzte und musste trotz dreimaligen Nachladens in die Strafrunde. Dadurch übernahm die russische Schlussläuferin Olga Saitsewa die Führung und durfte wenig später mit ihren Teamkolleginen Olga Pylewa, Anna Bogali und Swetlana Ischmuratowa den Sieg feiern. Deutsche Frauen in der Loipe unterlegen Apel, Glagow, Wilhelm und Disl freuen sich auch als Zweite Die deutsche Startläuferin Uschi Disl (Moosham) ging gleich nach dem Start in Führung. Nachdem sie beim ersten Schießen aber drei Mal nachladen musste, fiel sie zwischenzeitlich auf den neunten Rang zurück. Bis zum ersten Wechsel arbeitete sich die laufstarke Bayerin jedoch wieder nach vorne und schickte Katrin Apel (Frankenhain) als Zweitplatzierte ins Rennen. Kati Wilhelm sicherte Rang zwei Apel verteidigte den zweiten Platz und übergab an Martina Glagow (Mittenwald), die für Andrea Henkel ins deutsche Team gerückt war. Glagow schoss zwar fehlerfrei, verlor in der Loipe aber rund 40 Sekunden auf Gro Marie Istad-Kristiansen, die Norwegen in Führung brachte. "Die Norweger habe heute einen brutal guten Ski", erklärte Glagow den läuferischen Nachteil. Die deutsche Schlussläuferin Kati Wilhelm führte ihr Team zwar noch auf den zweiten Platz, aber da sie nach dem letzten Schießen ebenso wie Poiree in die Strafrunde musste, hatte sie keine Chance mehr, den Sieg der Russinnen noch zu verhindern. Frankreich nur auf Platz acht Enttäuschend verlief das Rennen für die französische Staffel. Ohne die Weltcup-Zweite Sandrine Bailly, die für die Einzelrennen am Wochenende geschont wurde, kamen die Französinnen mit fünfeinhalb Minuten Rückstand hinter Slowenien, China, der Slowakei und Weißrussland nur auf den achten Platz.
Verfolgungsrennen der Frauen in Ruhpolding Wilhelm verpasst Treppchen - Pylewa vorn Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) hat beim Verfolgungsrennen in Ruhpolding den Sprung aufs Siegertreppchen nur um 6,6 Sekunden verpasst. Nach 10 Kilometern belegte der "Rotschopf" am Sonntag Platz vier. Die Russin Olga Pylewa siegte nach einer dramatischen Schlussrunde glücklich vor der Chinesin Xianying Liu, die von Rang elf auf Platz zwei lief. Olga Pylewa - dreifache Siegerin von Ruhpolding Olga Pylewa, die nach dem Sprint-Sieg vom Freitag als Erste gestartet war, dominierte das Rennen lange Zeit eindeutig. Beim vierten und letzten Schießen leistete sie sich aber zwei Fehler und musste Xianying Liu vorbeiziehen lassen, die mit fast zehn Sekunden Vorsprung schon die sichere Siegerin zu sein schien. Auf der Schlussrunde stürzte Liu aber in einer Kurve und musste sich doch noch Weltcup- Spitzenreiterin Pylewa geschlagen geben, die damit - inklusive Staffel - bereits ihren dritten Sieg in Ruhpolding bejubeln durfte. Kati Wilhelm klettert um vier Plätze Kati Wilhelm traf am Schieß-Stand 18 von 20 Scheiben. Kati Wilhelm, die zwei Mal in die Strafrunde musste, verbesserte sich vom achten auf den vierten Platz. Vor allem auf der Schlussrunde zeigte sie eine starke läuferische Leistung. Nach dem letzten Schießen lag sie noch mehr als 20 Sekunden hinter der drittplatzierten Norwegerin Linda Tjörhom auf Rang sechs. Auf den letzten Kilometern konnte Wilhelm aber noch Anna Carin Olofsson (Schweden) und Olga Saitsewa (Russland) überholen und kam auch Tjörhom gefährlich nah, die sich nur wenige Sekunden vor der Deutschen ins Ziel rettete. Jenny Adler blieb beim Jagdrennen ohne Schießfehler Martina Glagow (Mittenwald), die als Sprint-Dritte aussichtsreich gestartet war, verlor eine Minute auf Pylewa und rutschte auf Platz neun ab. Sie schoss zwar nur einen Fehler, verlor aber diesmal in der Loipe zuviel Zeit. Andrea Henkel (Großbreitenbach) musste ebenfalls nur eine Strafrunde laufen und verbesserte sich von Platz 13 auf Platz 11. Uschi Disl (Moosham), die schon am Freitag nur sechs von zehn Scheiben getroffen hatte, leistete sich erneut fünf Schießfehler und konnte als 33. keinen Weltcup-Punkt sammeln. Weltcup-Debütantin Jenny Adler (Oberhof) blieb hingegen bei allen vier Schießen fehlerfrei und verbesserte sich vom 36. auf den 22. Rang. Verfolgungsrennen der Männer in Ruhpolding Groß hinter zwei Norwegern Dritter Lokalmatador Ricco Groß hat am Sonntag beim Verfolgungsrennen in Ruhpolding den Sprung aufs Siegertreppchen geschafft. Groß, der von Platz sechs gestartet war, arbeitete sich bis auf Platz drei nach vorne. Der Norweger Ole Einar Björndalen, der schon am Vortag den Sprint gewonnen hatte, siegte vor seinem Landsmann Lars Berger. Ricco Groß freut sich über einen Podestplatz. Erst beim abschließenden Stehendschießen leistete sich Ricco Groß seinen ersten Schießfehler. Da seine Hauptverfolger ebenfalls patzten, kam er trotz der Strafrunde aufs Siegertreppchen. Der große Aufsteiger im deutschen Team war aber Sven Fischer (Oberhof), der am Schießstand alle 20 Scheiben abräumte und sich von Rang 13 auf den vierten Platz verbesserte. |
|