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Glagow im Massenstart nicht zu schlagen
 Zum Abschluss des Biathlon-Weltcups am Sonntag (8.1.) in Oberhof hat Martina Glagow mit dem Triumph im Massenstart über 12,5 km für einen deutschen Sieg gesorgt und eine herausragende Leistung der DSV-Mannschaft gekrönt.
Grandiose Mannschaftsleistung der Damen
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| Katrin Apel sicherte als Dritte im Massenstart einen Podestplatz.
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| "Das war eine tolle Leistung zum Abschluss der Oberhof-Tage, wobei mir besonders das letzte Schießen der gesamten Mannschaft imponierte. Nur ein Fehler aller sieben Mädchen, das gab's noch nie", erklärte Damen-Bundestrainer Uwe Müßiggang hochzufrieden. "Wer vor der tollen Kulisse in Oberhof und ab Mittwoch dann auch in Ruhpolding besteht und da mit dem Druck des Heimspiels fertig wird, der kann das auch bei Olympia", sagte er mit Blick auf den Saison-Höhepunkt optimistisch. Und auch Katrin Apel freute sich über ihren Podestplatz. "Mit dem dritten Platz bin ich überglücklich. Es lief heute tadellos, obwohl mir am Ende etwas die Kraft fehlte", so Apel in einem Interview.
Fischer bei Hanevold-Sieg Zweiter
 Sven Fischer hat am Schlusstag (8.1.) des Biathlon-Weltcups in Oberhof im Massenstartrennen den zweiten Platz hinter dem Norweger Halvard Hanevold belegt.
Groß quält sich mit Hexenschuss
Wolf behauptet Führung
Wilhelm im Sprint souverän
 Kati Wilhelm hat das Sprintrennen beim Biathlon-Weltcup am Samstag (7.1.) in Oberhof gewonnen.
DSV mit starkem Mannschafts-Ergebnis
"Wäre es heute eine WM gewesen oder würde morgen noch ein Verfolgungsrennen dran hängen, hätte ich auf einen Abbruch gedrängt", so der Coach weiter.
Defrasne gewinnt Herrensprint
 Der Franzose Vincent Defrasne hat beim Biathlon-Weltcup in Oberhof am Samstag (7.1.) den Sprint der Herren gewonnen. Lokalmatador Alexander Wolf kam vor Maxim Tschudow aus Russland als Zweiter ins Ziel.
Berühmte Familie Wolf
Deutsche Damen-Staffel auf Platz zwei
 Auch die deutschen Biathlon-Damen sind erfolgreich ins Olympiajahr gestartet: Nach dem Sieg des Herrenquartetts am Vortag holten Uschi Disl, Andrea Henkel, Katrin Apel und Kati Wilhelm am Donnerstag (5.1.) im Oberhofer Staffelrennen Platz zwei knapp hinter Frankreich und vor Weißrussland.
Zwei Strafrunden für Apel
Entscheidung beim letzten Schießen

|  | Frankreich hatte am Ende sieben Sekunden Vorsprung auf Deutschland.
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| Bundestrainer Uwe Müßiggang hatte für den Heim-Weltcup in Thüringen die Gold-Besetzung von Salt Lake City 2002 nominiert. Startläuferin Uschi Disl musste bei starkem Nebel zwar nach dem Stehendschießen in die Strafrunde, wechselte aber trotzdem als Zweite. 27 Sekunden vor der Mooshamerin hatte die Russin Olga Pylewa als Führende an Swetlana Ishmouratova übergeben. Angesichts der schwierigen äußeren Bedingungen war Uschi Disl mit ihrer Leistung recht zufrieden. "Heut' war es wahnsinnig schwer zu schießen", meinte sie nach dem Rennen. "Da war ich mit einer Runde noch gut dabei". Auch die sichere Schützin Andrea Henkel musste dem Nebel und dem Wind Tribut zollen und handelte sich eine Strafrunde ein. Ihre 20 Sekunden Rückstand auf die Französin Florence Bavarel machte sie aber mit einer sensationellen Laufleistung bis zum Wechsel wieder wett.
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| Katrin Apel musste gleich zwei Mal in die Strafrunde.
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| Katrin Apel als dritte DSV-Läuferin ging nach ihrem ersten Schießen in Führung, hatte dann aber - wie fast immer - Probleme beim Stehendanschlag. Nach zwei Strafrunden musste sie Platz eins der Weißrussin Ludmilla Ananenko überlassen. Auch Apel konnte die Schwächen beim Schießen mit einer grandiosen Laufleistung wieder kompensieren und wechselte nur 13 Sekunden hinter den Weißrussinnen und noch vor den Französinnen.

|  | Schlussläuferin Kati Wilhelm verausgabte sich völlig, schaffte es aber nicht mehr auf Platz eins.
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| So kam es zu einem packenden Schluss-Dreikampf zwischen Kati Wilhelm, Olena Zubrilowa und der Französin Sandrine Bailly, die vor dem letzten Schießen fast gleichauf waren. Alle drei schossen sehr sicher und leisteten sich jeweils nur einen Nachlader - Kati Wilhelm benötigte allerdings etwas länger als Zubrilowa und Bailly. Angefeuert von den 20.000 Zuschauern versuchte die Deutsche noch einmal alles, um an die Spitze zu kommen - "aber Sandrine war zu stark, die Lücke konnte ich nicht mehr schließen", so die Zella-Mehliserin. Am Ende fehlten 7,1 Sekunden zum ersten Staffelsieg seit einem Jahr.

|  | Vincent Defrasne durfte sich in Oberhof über seinen ersten Weltcup-Triumph freuen.
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| Mit dem Sieg im Rennen über 10 km feierte Vincent Defrasne zugleich den ersten Weltcup-Triumph seiner Karriere. Vor 21.000 begeisterten Fans am Thüringer Rennsteig beendete der Franzose bei der Neuansetzung des am Vortag wegen zu starken Nebels ausgefallenen Sprints die Erfolgsserie der deutschen Biathleten. Diese präsentierten sich aber erneut in starker Form: So konnte Alexander Wolf mit seinem hervorragenden zweiten Rang auch das gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigen. Michael Greis vom SK Nesselwang wurde hinter dem Russen Maxim Tschudow Vierter. Michael Rösch und Sven Fischer komplettierten mit den Plätzen sechs bzw. zehn das gute DSV-Ergebnis. Dagegen stürzte Ricco Groß und fiel auf Rang 26 zurück. Jörn Wollschläger (Platz 21) und Carsten Pump (51.) kamen ebenfalls abgeschlagen ins Ziel.
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| Alexander Wolf konnte mit dem 2. Platz im Sprint sein gelbes Trikot verteidigen.
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| Alexander Wolf zeigte sich nach dem Rennen vor allem von der grandiosen Zuschauer-Kulisse beeindruckt: "Ich war schon nervöser als sonst. Erstmals im gelben Trikot zu laufen war nicht einfach. Die komplette erste Runde hatte ich Gänsehaut. So laut habe ich das Stadion noch nie empfunden." Der Name Wolf ist in Oberhof übrigens kein unbekannter. So wurde die berühmte Wolfsschlucht im Stadion nach dem Vater von Alexander Wolf benannt. Dieser war jahrelang Wettkampfleiter und wünschte sich für die Strecke eine schnelle Abfahrt. Herausgekommen ist die berüchtigte Wolfsschlucht, in der die Athleten bei der Abfahrt bis zu 80 km/h erreichen.

|  | Kati Wilhelm baut mit dem Sprintsieg ihre Führung im Gesamt-Weltcup weiter aus.
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| Bei ihrem zweiten Saisonsieg setzte sich die Thüringerin aus Zella-Mehlis trotz einer Strafrunde wegen eines Schießfehlers vor der Schwedin Anna Carin Olofsson und der Norwegerin Linda Tjörhom durch. Damit baute Wilhelm ihre Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Das Sprintrennen wurde allerdings durch dichten Nebel erschwert - von Beginn an waren die Sichtverhältnisse für die Biathletinnen sehr schlecht. "Es war schon ein schweres Rennen, aber bei mir lief alles gut. Ich hatte super Material", erklärte Wilhelm im Ziel, die noch nie zuvor ein Rennen in Oberhof gewinnen konnte. Von der deutschen Mannschaft schafften auch Martina Glagow, Simone Denkinger, Uschi Disl und Andrea Henkel auf den Rängen fünf, sechs, acht bzw. neun vor 25.000 Zuschauern am Thüringer Rennsteig Platzierungen unter den Top Ten. Dabei war vor allem das hervorragende Abschneiden von Martina Glagow als Fünfte eine große Überraschung. Für die 26-Jährige, die bisher nur vier Weltcuprennen absolvierte, war es der erste Wettkampf nach ihrer Krankheitspause.

|  | Halvard Hanevold verfehlte im Massenstartrennen nur einmal die Scheibe.
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| Hanevold setzte sich dank einer souveränen Schießleistung mit nur einer Strafrunde nach 15 km vor Lokalmatador Fischer durch und feierte damit seinen ersten Saisonsieg. Fischer leistete sich indes drei Fehlschüsse, lief aber vor allem im Schlussabschnitt hervorragend und holte dabei noch Raphael Poiree ein. Der Franzose, der im Massenstart bereits viermal Weltmeister wurde, kam als Dritter ins Ziel. "Den Poiree auf der Schlussrunde noch wegzuputzen, hat richtig Spaß gemacht. Ich war läuferisch wieder besser drauf. Das gibt Selbstvertrauen", meinte Fischer.
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| Ricco Groß erlitt während des Wettkampfes einen schmerzhaften Hexenschuss.
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| Vor 22.500 Zuschauern hatte lange Ricco Groß das Geschehen bestimmt. Der Ruhpoldinger übernahm nach dem zweiten Schießen die Führung und sah bis zur letzten Stehend-Schießserie wie der Sieger aus. Doch dann verfehlte der 35-Jährige zwei Scheiben und fiel nach den 300 Zusatzmetern noch auf den siebten Rang zurück, direkt vor Michael Greis aus Nesselwang. Unmittelbar vor dem letzten Schießen erlitt Groß sogar einen Hexenschuss und musste sich gleich nach dem Wettkampf medizinisch behandeln lassen. "Ein fast perfektes Rennen, aber am Ende musste ich mich mächtig quälen", sagte Groß, den die Rückenprobleme bereits seit Jahren plagen. "Ich hoffe, dass ich bis zum Weltcup in Ruhpolding wieder fit bin." Weltcup-Spitzenreiter Alexander Wolf aus Oberhof leistete sich sogar fünf Fehlschüsse und fiel dadurch auf Platz 12 zurück. Dennoch behauptete der 27-Jährige im Gesamtweltcup mit 288 Punkten und 17 Zählern Vorsprung auf Fischer die Führung und darf deshalb beim am 11. Januar in Ruhpolding beginnenden zweiten "Heimspiel" der deutschen Biathleten wieder im gelben Trikot antreten.

|  | Nach einer Krankheitspause meldete sich Martina Glagow mit einem Sieg in Oberhof zurück.
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| Glagow verwies Russlands Olympiasiegerin Olga Pylewa in einem spannenden Zielspurt mit zwei Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Für die Mittenwalderin war es beim neunten Weltcup-Rennen der Saison der erste Sieg im olympischen Winter. "Mein erster Saisonsieg und das noch vor heimischer Kulisse - ich bin überglücklich", erklärte Glagow, die vor den Wettkämpfen von Oberhof noch wegen einer Erkältung pausieren musste. "Es hätte nichts gebracht, wenn ich in Osrblie an den Start gegangen wäre."

|  | In der Flutlichtstaffel von Oberhof überzeugte Ricco Groß als Startläufer.
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| "Es zwickt zwar noch, aber ich gehe davon aus, dass wir die Sache rechtzeitig hinkriegen", erklärte der 35-jährige Groß, der sich zu Wochenbeginn in Ruhpolding einem speziellen physiotherapeutischen Aufbauprogramm unterzog. Ob ihn Bundestrainer Frank Ullrich am Donnerstag (17.15 Uhr) in der Staffel aufstellt, ist allerdings noch offen.
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| Andreas Birnbacher will wieder angreifen.
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| Nach überstandener Erkältung greift in Ruhpolding der SchlechingerAndreas Birnbacher wieder ins Weltcup-Geschehen ein. Zugunsten von Birnbacher, der sich im Einzel von Osrblie als Sechster bereits für Olympia qualifiziert hatte, muss der Altenberger Carsten Pump seinen Startplatz räumen. Nach Sprintplatz 21 in Oberhof erhält auch Jörn Wollschläger erneut eine Chance. Daneben starten bei den Männern die beiden Weltcup-Spitzenreiter Alexander Wolf und Sven Fischer (beide Oberhof), Michael Greis (Nesselwang) und Michael Rösch (Altenberg). Auf den letzten Metern konnte sie aber noch Olena Zubrilowa abfangen und sicherte so Platz zwei für das deutsche Quartett. Top-Favorit Russland kam auf den vierten Platz, die Norwegerinnen leisteten sich fünf Strafrunden und belegten am Ende Platz sechs.
DSV-Quartett startet mit Sieg ins Olympiajahr
 Fünf Wochen vor Beginn der Winterspiele in Turin sind die deutschen Biathleten bereits in Olympiaform: Die DSV-Staffel gewann am Mittwoch (4.1.) das Flutlicht-Rennen von Oberhof klar vor Russland und Weißrussland.

|  | Ricco Groß legte den Grundstein für den Sieg.
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| Den Grundstein für den Erfolg legte bereits Startläufer Ricco Groß. Der Ruhpoldinger, nach schwachem Saisonstart in aufsteigender Form, leistete sich beim Liegend- und beim Stehendschießen jeweils nur einen Nachlader. Bei leichtem Schneefall und dichtem Nebel musste Norwegens Startläufer Frode Andresen gleich zweimal in die Strafrunde und vergab so bereits zu Beginn des Rennens alle Siegchancen. Mit Groß konnte nur der überraschend starke Tscheche Ondrej Moravec mithalten, der nur 0,7 Sekunden hinter Groß auf seinen Landsmann Michail Slesingr wechselte.
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| Lokalmatador Alexander Wolf musste in die Strafrunde - am Ende ging aber alles gut.
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| Unter dem Jubel der 13.000 Zuschauer in der Oberhofer Rennsteig-Arena und der 10.000 Biathlon-Fans an der Strecke ging dann der Weltcup-Führende Alexander Wolf ins Rennen. Ausgerechnet der Lokalmatador musste nach dem Stehendanschlag in die Strafrunde, der Rückstand auf die fühenden Teams aus Russland und Tschechien hielt sich aber noch in Grenzen. Nach dem Rennen machte Wolf vor allem die schlechte Sicht für seinen Aussetzer am Schießstand verantwortlich. "Ich habe schon Probleme, wenn's ein bisschen diesig ist".
Als Dritter des DSV-Quartetts ging der Thüringer Sven Fischer mit rund einer halben Minute Rückstand auf die mit Helium-Ballons ausgeleuchtete Strecke. Der Schmalkaldener musste drei Mal nachladen und konnte nicht wie erhofft auf die beiden führenden Teams aufschließen. Der Russe Iwan Tscheresow gab Schlussläufer Nikolai Kruglow 12 Sekunden Vorsprung auf Tschechien und 23 Sekunden auf das deutsche Team mit auf die Strecke.

|  | "Einfach gigantisch" - Michael Greis führte das DSV-Quartett zum Sieg.
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| Michael Greis (Nesselwang) schloss noch vor dem ersten Schießen zum Tschechen Zdenek Vitek auf. Angefeuert vom begeisterten Publikum legte er eine Schnellfeuereinlage ein und verließ den Schießstand als erster. Beim Stehendschießen machte es Michi Greis noch einmal spannend, konnte aber trotz dreier Nachlader die Führung behaupten, da sich auch Russland drei Fehler leistete. Zdenek Vitek musste sogar zwei Mal in die Strafrunde und wurde noch vom weißrussischen Schlussläufer Oleg Ryzhenkow auf Platz vier verdrängt. Mitfavorit Norwegen - ohne die erkrankten Ole Einar Björndalen und Stian Eckhoff nach Oberhof angereist - kam mit 3:18 Minuten Rückstand nur auf den sechsten Platz.
"So spannend wollte ich es wirklich nicht machen, aber zum Glück haben die anderen auch gepatzt", meinte Greis. "Beim Heimrennen die Staffel zum Sieg laufen, das ist einfach gigantisch." Lokalmatador Wolf im Pech
Spannung beim letzten Schießen
Nach dem Sieg in Hochfilzen war es bereits der zweite Staffeltriumph der DSV-Männer im Olympiawinter. Bundestrainer Frank Ullrich sprach nach dem Rennen angesichts der 13 Nachlader und der einen Strafrunde von einem "Wechselbad der Gefühle" - allerdings mit Happy End für das deutsche Quartett, das nun neben Russland und Norwegen zu den Top-Favoriten auf olympisches Staffelgold gelten dürfte.
Deutsche Biathleten vor heimischer Kulisse
 Der erste Weltcup im neuen Jahr findet von Mittwoch bis Sonntag im thüringischen Oberhof statt. Mit Alexander Wolf und Kati Wilhelm wollen zwei Deutsche das gelbe Trikot verteidigen.
Staffelrennen unter Flutlicht

|  | Alexander Wolf genießt sein Heimspiel in Gelb.
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| Ausgerechnet beim Heim-Weltcup in Oberhof darf Alexander Wolf zum ersten Mal in seiner Karriere als Führender in der Gesamtwertung antreten. "Ein Kindheitstraum wird wahr. Das ist das absolute Highlight meiner Laufbahn", sagte der Thüringer vor dem Start des 4. Biathlon-Weltcups. Zwar hat der 27-Jährige aus Herges-Hallenberg im Gesamtklassement nur fünf Punkte Vorsprung auf den dreimaligen Weltcup-Sieger Raphael Poiree (F). Doch vor allem der Sprint, der in Oberhof am Freitag stattfindet, ist Wolfs Spezialdisziplin. Auf dieser Distanz gewann er 2003 in Lahti und 2005 in Osrblie die beiden bislang einzigen Weltcup-Rennen seiner Laufbahn.
Björndalen sagt Start ab
Mit Ole Einar Björndalen hat ein Mitfavorit seinen Start abgesagt. Der fünfmalige norwegische Olympiasieger und dreimalige Gewinner des Gesamtweltcups war zwar nach Oberhof gereist, musste aber leicht erkältet wieder in seine österreichische Wahlheimat nach Obertilliach fahren. Bei den Frauen geht die Weltcup-Führende Kati Wilhelm als eine der Favoritinnen in die Rennen in Oberhof. Die 29-Jährige glänzte beim letzten Weltcup in Osrblie mit zwei zweiten Plätzen. Und auch Uschi Disl, die auf Platz vier in der Gesamtwertung liegt, hat in Oberhof gute Chancen auf einen Podestplatz.

|  | Die Staffelrennen unter Flutlicht versprechen viel Spannung.
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Auf die Zuschauer wartet in der Rennsteig-Arena in Oberhof erneut ein großes Spektakel. Das Staffelrennen der Herren mit Startläufer Ricco Groß, Alexander Wolf, Sven Fischer und Schlussmann Michael Greis am Mittwoch ist bereits ausverkauft. Die Damen-Staffel findet einen Tag später am Donnerstag statt. Das Besondere an den beiden Staffel-Tagen sind allerdings die Lichtverhältnisse: Die Rennen werden unter Flutlicht ausgetragen. Am Freitag geht es dann unter normalen Lichtverhältnissen mit dem Sprint der Männer weiter, die Frauen starten am Samstag. Mit den Massenstartrennen geht dann am Sonntag der Weltcup zu Ende. Uwe Müßiggang "Trainer des Jahres 2005"
 Hohe Auszeichnung für Uwe Müßiggang: Der deutsche Bundestrainer der Biathlon-Damen wurde zum "Trainer des Jahres 2005" gekürt und erhält den "Biathlon-Award".

|  | In dieser Saison konnten die DSV-Damen noch keinen Staffelsieg landen.
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| In dieser Besetzung gewann das Quartett 2002 in Salt Lake City Olympia-Gold. Nicht laufen wird die zu Weihnachten leicht erkrankte Martina Glagow (Mittenwald). Für die beiden zweimaligen Staffel-Olympiasiegerinnen Uschi Disl und Katrin Apel bedeutet das Rennen eine Chance zur Rehabilitierung. Disl musste beim ersten Weltcup in Östersund (Schweden) zwei Strafrunden laufen, Apel drehte beim ihrem Staffeleinsatz in Hochfilzen (Österreich) eine Zusatzrunde. Bislang sind die deutschen Biathletinnen im Olympia-Winter noch ohne Staffelsieg.
Die deutsche Herrenstaffel hatte am Mittwoch das Auftakt-Rennen in Oberhof vor Russland, Weißrussland und Tschechien gewonnen.

|  | Uwe Müßiggang erhielt den Preis bereits zum zweiten Mal.
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Der Routinier, der die deutschen Damen erstmals 1992 zu den Olympischen Spielen führte, ging bereits zum zweiten Mal aus einer Umfrage unter den im Weltcup tätigen Trainern als Sieger hervor. Die Wahl des Herren-Trainers des Jahres gewann wie im Vorjahr Roger Grubben aus Norwegen. Die Awards für die besten Sportler des vorolympischen Winters gehen erwartungsgemäß an den viermaligen Weltmeister von Hochfilzen, Ole Einar Björndalen (Norwegen), sowie Weltcup-Gewinnerin Sandrine Bailly (Frankreich). Björndalen kann die Auszeichnung am Samstag am Thüringer Rennsteig nicht entgegen nehmen, weil er wegen einer Erkältung vorzeitig abreiste. Neue Staffel-Chance für Apel und Disl
 Frauen-Bundestrainer Uwe Müßiggang vertraut beim Weltcup-Staffelrennen am Donnerstag in Oberhof seinen Routiniers Uschi Disl (Moosham), Andrea Henkel (Großbreitenbach), Katrin Apel (Frankenhain) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis).
Am glücklichsten zeigte sich jedoch der Tagessieger Vincent Defrasne, der für das Jahr 2006 drei große Wünsche hat: Er möchte ein Kind, hofft auf eine 100-prozentige Trefferquote in dieser Saison und will eine Olympia-Medaille gewinnen. Oberhof zählt wegen der anspruchsvollen Strecke und der tollen Kulisse zu den Lieblings-Orten des Franzosen. "Ich fühlte mich heute wirklich gut. Obwohl ich etwas nervös war, weil das Rennen gestern wegen Nebels abgesagt wurde und der Start zunächst noch ungewiss war", sagte der 28-Jährige nach dem Rennen. Auch DSV-Bundestrainer Frank Ullrich äußerte sich hoch zufrieden: "Die Jungs haben ein enormes Selbstvertrauen. Jetzt kommt es darauf an, konsequent in Richtung Turin weiterzuarbeiten. Das werden wir tun. Wir haben die Bodenhaftung nicht verloren."

|  | Uschi Disl im Pech - sie leistete sich vier Schießfehler.
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| Unterdessen zeigte sich Uschi Disl aufgrund ihrer vier Schießfehler etwas enttäuscht: "Liegend war überhaupt keine Chance, da war es wirklich ein Stochern im Nebel. Auf der Strecke ist kaum Nebel, der hängt vorwiegend im Schießstand drin." Auch Frauen-Bundestrainer Uwe Müßiggang sprach am Ende von einem "phasenweise irregulären Rennen". Doch beim Heim-Weltcup zeigte sie sich wieder in Top-Form und erklärte im Ziel: "In der vierten Runde haben Pylewa und ich etwas gebummelt, aber zum Schluss hatte ich die bessere Kraft. Ich denke, dass meine Form auf alle Fälle im Aufwärtstrend ist." In der Rennsteig-Arena wussten aber auch die übrigen deutschen Biathletinnen am Schlusstag zu überzeugen. So folgten auf den Rängen drei, vier und fünf mit Katrin Apel, Weltcup-Spitzenreiterin Kati Wilhelm und Uschi Disl ausschließlich DSV-Läuferinnen. Auch Simone Denkinger und Andrea Henkel landeten auf den Plätzen acht und neun noch unter den ersten Zehn. |
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